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Fragen zur Auswanderung
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19.04.17 10:53
lapas 

Madeira-Natternkopf

Re: Fragen zur Auswanderung

Kann eine soziale verarmung durch zu viel Internet ausgelöst werden.

05.05.19 05:50
Espadarte 

Madeira-Riesenfingerhut

Re: Fragen zur Auswanderung

OdinsRabe:
Hallo,

das hier ist wie der Pocher immer so schön sagt : "gefährliches Halbwissen". Es fallen da locker schon mal Kosten von 10.000 bis 20.000 EUR je nach Fall bis alles steht. Ausserdem sollte man beachten, das man in den ersten 2 Jahren 75.000 EUR in Portugal investieren muss.

Die Kosten "bis alles steht" bewegen sich < 5.000 €

Die 75.000 € müssen nicht in Portugal investiert werden sondern problemlos auch in der gesamten EU. Ausserhalb der EU wird es problematisch.

In den Vorgaben die sich auf die 75.000 € beziehen heisst es:
"Creation of one to five jobs in the first 6 months of operation and undertake a minimum investment of €75.000 in the acquisition of fixed assets, tangible or intangible, in the first two years of operation."

05.05.19 19:09
wauzih 

Administrator

Re: Fragen zur Auswanderung

...also ich lege mal Wert auf die Feststellung, daß von Admin- oder Moderatoren-Seite in diesem Thread keinerlei Einfluss genommen wurde,
weder durch Löschung irgendwelcher Beiträge noch durch andere Maßnahmen.
Sofern Beiträge gelöscht wurden, ist dies wohl seitens des/der Verfassers/Verfasserin geschehen-
warum?
Keine Ahnung, aber eigentlich schade.

05.05.19 20:24
OdinsRabe 

Madeira-Natternkopf

Re: Fragen zur Auswanderung

Hallo Wauzih, ich habe es selber gelöscht, nachdem ich hier im Forum mal bisschen durch gelesen haben und bin am Ende zu dem Entschluss gekommen, das es keinen Sinn macht über solche Sache zu schreiben. Ich habe mich da ein wenig zu sehr reingesteigert. Jeder empfindet und erlebt das anders und es gibt immer Leute die es besser wissen , besser gemacht haben und vor allem viel viel billiger.

Ich möchte nur den allgemeinen Ratschlag geben, zieht nicht nach Madeira, wenn ihr Steuern sparen wollt. Das ist nur Firmen interessant die Millionen Umsätze machen und nicht auf den Standort und die Infrastruktur angewiesen sind, oder gerade auf den Standart um mit der EU zu handeln, aber da fallen ja nur Firmen drunter die von ausserhlab der EU kommen und ich glaube die Zeiten sind vorbei nachdem die Körperschaftssteuer von 0% Stufenweise auf jetzt 5% hoch gegangen ist.

Ihr setzt euch zudem in Portugal unter ein System der totalen Überwachung ( Oconmic Freedem Index Platz 72 : https://de.wikipedia.org/wiki/Index_f&am...tliche_Freiheit ), ohne die bekannten Feiheiten, die man aus Deutschland kennt. Es ist schwer hier eine Firma auf zu machen und zu leiten und auch das Ganze drum herrum ist nicht einfach mal so neben her selber gemacht. Ihr braucht auch Rückendeckung aus dem Land aus dem Ihr kommt. Da muss wer sein, der eure vorrige Firma weiter betreut und auch für Steuerprüfungen zur Seite steht und für Behörden ansprechbar ist. Wir hatten kurz nach der Firmenverschiebung in Deutschland eine Aussenprüfung und jede Menge von Rückfragen.

Man sollte Madeira wählen, wenn man Land und Leute mag und kann diesen Steuervorteil für sich zusätzlich nutzen und gegenfalls mit dem NHR kombinieren, oder halt nur vom NHR profitieren, wenn man in einer dieser Kategorien fällt.

Und tut euch den Gefallen macht es mit einem Anwalt. Es ist nahezu unmöglich das selber zu machen und man muss auch im Nachhin betreut werden, was ich für sehr wichtig halte. Leute die sowas auf eigene Fast machen und sich 100% auskennen (gibt es nicht, selbst meine Anwälte mußten sich Rat holen untereinander), würden niemals Madeira als Steuerparadis wählen, die würden wo anders hin gehen.

Man sollte auch bedenken, dass in den ersten 2 Jahren locker 100.000 EUR von Eurem Firmenkapital gebunden / weg sind. 75.000 EUR muss man investieren, oder man muss 6 Angestellte nachweisen. Ob das Geld und die Angestellten auf Madeira sein müssen bzw. investiert werden müssen, da ist jeder anderer Auffassung.

Hier kann man u.a. Top Aktuell lesen was die EU davon hält, dass Mitarbeiter irgendwo anders sind : https://www.br.de/nachrichten/deutschlan...ira-vor,RLMtKZc
Ich gehe stark davon aus, dass es sich mit dieser Investition der 75.000 EUR genau so verhällt. Diese muss auf Madeira getätig werden, kann aber auch da Madeira zu Portugal gehört auf dem Kontient investiert werden. Ich gebe dafür keine Garantie. Kann auch sein, dass ich meine Anwälte da falsch verstanden habe und Espadarte recht hat. Ich würde es aber privat nicht drauf ankommen lassen. Das kann am Ende das Aus der Firma bedeuten, wenn man entsprechnende Rücklagen nicht mehr hat, um gegenfalls die PT Standardversteuerung für Firmen aufgebrummt bekommt. Auch ein Streit vor einem Gericht kann sehr teuer werden und die Festsetzung ist erst mal fällig, ob zu Recht oder zu Unrecht.

Es ist nicht alles Gold was glänzt ;-)

Zuletzt bearbeitet am 05.05.19 20:41

06.05.19 15:01
Anela 

Madeira-Natternkopf

Re: Fragen zur Auswanderung

War interessant zu lesen - ich denke, dass alle Meinungen zu und und jedes Wissen über Madeira (sei es wegen Firmen oder anderen Dingen) hier im Forum Platz haben. Vielleicht gibt es auch extra Beiträge zu den oben genannten Themen, ich muss mal danach suchen.

Nach Madeira ziehen würde ich auch nur Madeira und nicht den Steuern zu Liebe :) Wir bereiten übrigens schon einiges vor: hatten das Glück einen deutschen Architekten, der seit 2002 auf der Insel lebt, kennen zu lernen und freuen uns schon auf unser neues Haus im Westen der Insel, welches (hoffentlich) nächstes Jahr gebaut wird. Mit etwas (viel?) Glück können wir dann in etwa 3 Jahren nach Madeira ziehen.

Noch kurz etwas zur Firmengründung:
Ich habe von Connecting Software (https://www.connecting-software.com/) gehört. Meines Wissens nach eine Softwarefirma mit Sitz in Wien und einem Büro in den Staaten. Seit ein paar Monaten nun auch auf Madeira. So wie ich es verstanden habe, haben einige Informatikstudenten der Universität Madeira dort eine Möglichkeit, ihre Diplomarbeit zu verfassen. Diese Information habe ich aber nicht nachgeprüft. Ich kann mir auch Praktika vorstellen. Natürlich gibt es auch "echte" Jobs, vorzugsweise für Einheimische.

Ich finde das ist eine super Sache - zumal ich die Fakultät für Informatik und Mathematik der Uni in Funchal gut kenne und schätze. Die haben ein paar richtig gute Wissenschaftler und Studenten dort. Im Oktober findet nun zum zweiten Mal ein gemeinsamer Workshop der Uni Funchal und der TU Wien statt. Falls sich hierfür jemand interessiert, das ist die (noch etwas leere) Homepage: https://kgs.logic.at/madeira2019/

Im Sommer 2017 haben wir eine Sommerschule organisiert und hatten tatsächlich teilnehmende Studenten von fast überall, und nicht nur aus Europa - https://kgs.logic.at/madeira/. Damals kam sogar ein Fernsehteam und hat einige Szenen aufgenommen :D

Grüße aus Wien,
Anela

06.05.19 17:31
mrjasonaut 

Madeira-Strelitzie

Re: Fragen zur Auswanderung

Gödel Society, nicht schlecht.

Erinnert mich an den alten Hofstadter Bestseller von 1985.
Schönes Buch. Erinnert sich noch wer?

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gödel,_Escher,_Bach

Grüsse Jasonaut.

06.05.19 18:31
macnetz 

Administrator

Re: Fragen zur Auswanderung

ich hab`s im Regal stehen

mrjasonaut:
Erinnert sich noch wer?
ich erinnere mich aber nicht wie weit ich mit dem Lesen gekommen bin

03.06.19 11:00
OdinsRabe 

Madeira-Natternkopf

Re: Fragen zur Auswanderung

Espadarte:
OdinsRabe:
Hallo,

das hier ist wie der Pocher immer so schön sagt : "gefährliches Halbwissen". Es fallen da locker schon mal Kosten von 10.000 bis 20.000 EUR je nach Fall bis alles steht. Ausserdem sollte man beachten, das man in den ersten 2 Jahren 75.000 EUR in Portugal investieren muss.

Die Kosten "bis alles steht" bewegen sich < 5.000 €

Die 75.000 € müssen nicht in Portugal investiert werden sondern problemlos auch in der gesamten EU. Ausserhalb der EU wird es problematisch.

In den Vorgaben die sich auf die 75.000 € beziehen heisst es:
"Creation of one to five jobs in the first 6 months of operation and undertake a minimum investment of €75.000 in the acquisition of fixed assets, tangible or intangible, in the first two years of operation."



So ich habe nun auch Info dazu. Ich hatte es gelöscht, weil ich nicht zu 100% sicher war. Meine Anwälte schreiben folgendes :

" We note that in the past the practice was to have employees and assets abroad. This is the reason that led the European Commission to start an investigation to the Madeira Free Zone regime. The Portuguese Tax Authorities have also considered that this would not meet the requirements for the application of the regime and has been issuing tax assessments to companies located in Madeira. We understand several cases are now under litigation."

Das heißt mit anderen Worten, wenn ihr ruhig schlafen wollt und nicht in Fallstricke und teuer in Anwälte investieren wollt und am Ende doch alles nachversteuern müßt. Tut Euch einen Gefallen und habt Arbeiter oder die Investition oder halt beides bitte auf Madeira !

Zuletzt bearbeitet am 03.06.19 11:14

03.06.19 11:12
OdinsRabe 

Madeira-Natternkopf

Re: Fragen zur Auswanderung

wauzih:
na ja, ich hab den Eindruck, daß es hier wohl (und auch in den letzten Presseveröffentlichungen zu der Anfrage im EU-Parlament) Missverständnisse wegen der verschiedenen Steuerarten gibt, die dann zu trefflich-polemischen Pressemeldungen führen.

Diese "5%"-Regelung betrifft in der MIBC lediglich die Körperschaftssteuer, und diese Sonderregelung gilt meines Wissens bis 2027 befristet, aber nur für Unternehmen, die vor 2015 gegründet und dort angesiedelt wurden.
Der Sinn dürfte wohl sein, daß das Kapital bzw. der erwirtschaftete Gewinn im Unternehmen (in dem Falle einer Limitada oder Sociedade Anónima, also einer haftungsbeschränkten Kapitalgesellschaft) verbleibt und damit die damit verbundenen Arbeitsplätze sichert, bzw. neue Arbeitsplätze schafft.
Wird der Gewinn aber vom Unternehmer entnommen, dürfte er dann der normalen Besteuerung als Einkommensteuer (edit: ggf. abzüglich bereits gezahlter Körperschaftssteuer) unterliegen, und da liegt der Spitzensteuersatz in Portugal (ab 80.000 €) bei 48% (meines Wissens, lasse mich da aber auch gerne berichtigen).

Solche Dinge rufen naturgemäß alle möglichen Finanzartisten auf den Plan, die einem die tollsten Modelle entwerfen, um dann irgendwie doch noch 'n Schlupfloch zu erwischen.
Ob das dann klappt, ist 'ne andere Frage, aber die Berater kommen dabei i.d.R. erstmal ganz gut zurecht.

*tschaui*
's wauzih

p.s.: sorry, aber der Schutzpatron der Reisenden ist meines Wissens immer noch Christophorus ;-)

Auch hier möchte ich sagen, dass es immer noch geht. Es gilt nicht nur für Firmen die vor 2015 gegründet wurden. Auch versteuert man hier als Firma nicht mit Spitzensteuersatz. Die Firma selber hat wie geschrieben bis 2027 eine Körperschaftssteuer von 5%. Die "Auszahlung" kann über verschiedene Optionen erflogen. U.a. kann der Geschäftsführer einen Lohn bekommen, dieser wird ganz normal versteuert unter PT Steuervorschriften. Der Gesellschafter der Firma erhält aber Gewinnausschüttungen, diese werden in Portugal meines Wissens mit 29.5% versteuert. Es gibt auch die Konstellation, das man einen Direktor wählt (beachten, dass Geschäftsführer und Direktor was anders ist in PT), der Direktor selber kann vom NHR profitieren und seine Auszahlungen für 10 Jahre mit 20% Tax flat versteuern. Es gibt Konstellationen, wo der Gesellschafter auch Direktor ist, dass kann gut gehen, muss es aber nicht. Es wird dann mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit die Frage aufkommen, warum der Gesellschafter sich Geld aus der Firma unter dem NHR auszahlt und beide Posten inne hat.

Zuletzt bearbeitet am 03.06.19 11:21

03.06.19 22:15
Espadarte 

Madeira-Riesenfingerhut

Re: Fragen zur Auswanderung

OdinsRabe:
Die "Auszahlung" kann über verschiedene Optionen erflogen. U.a. kann der Geschäftsführer einen Lohn bekommen, dieser wird ganz normal versteuert unter PT Steuervorschriften. Der Gesellschafter der Firma erhält aber Gewinnausschüttungen, diese werden in Portugal meines Wissens mit 29.5% versteuert. Es gibt auch die Konstellation, das man einen Direktor wählt (beachten, dass Geschäftsführer und Direktor was anders ist in PT), der Direktor selber kann vom NHR profitieren und seine Auszahlungen für 10 Jahre mit 20% Tax flat versteuern. Es gibt Konstellationen, wo der Gesellschafter auch Direktor ist, dass kann gut gehen, muss es aber nicht. Es wird dann mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit die Frage aufkommen, warum der Gesellschafter sich Geld aus der Firma unter dem NHR auszahlt und beide Posten inne hat.

Dieser Denkansatz ist nicht wohl überlegt. Thesaurierung sollte das Ziel sein, wäre auch im Sinne des Erfinders und zugleich kompatibel mit EU Intentionen.

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