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Infos, Tipps und Austausch zu Leben und Urlaub auf Madeira

 


Abfall und Unrat an den Wegen, Schilder auf Wanderwegen (allg. Naturschutz auf Madeira/alt)
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06.09.12 10:42
MacMurphy

nicht registriert

Re: Naturschutz auf Madeira: WC-Gang unterwegs

Hi
Um nochmal auf das Thema zu kommen. Ich bekomme es ja verstärkt mit, wie manche Menschen sich wirklich überall erleichtern. In meinen Zustandsberichten steht ja schon was darüber drin aber ich habe das Gefühl, das es in den letzten Monaten /Jahren zugenommen hat. Liegt es an der Anzahl der Gäste oder liegt es an der schlechten Erziehung?

Wenn man ein Magen-Darm Problem hat, tritt man bei mir offene Türen ein, ganz klar, das muss raus. Aber wenn ich mir den Weg zum Ruivo anschaue, dann wird einem schon schlecht was man da alles auf dem Weg findet. Die hatten niemals alle ein Magen-Darm Problem. Man kann kaum noch 50 Meter gehen ohne nicht auf ein gefärbtes Taschentuch zu treffen. Sind das eventuell die Menschen, die sich über einen Hundehaufen aufregen und einem Zusammenbruch nah sind?

Die ehemaligen Unterstände sehen mittlerweile aus, wie nach einer Kirmes. Alles voller Exkremente. Bei diesen Temperaturen muss man sich fast zwingen daran vorbeizurennen. In den Tunneln findet man auch Damenbinden! Ich möchte hier keine Verschwörungstheorie aufstellen und ich werde die Hinterlassenschaften auch nicht näher untersuchen aber ich glaube zu wissen, welche Nation das hauptsächlich macht.

Ich werde in den Wintermonaten einen Freund bitten Schilder aus Holz zu produzieren, auf denen dann auf Englisch steht: "Repect our Nature, NO Litter at all" oder ähnliches.(Ich meine aber nicht die Engländer) Diese werde ich dann an die Infotafeln schrauben. Wird viel Arbeit und Zeit und Geld kosten aber das ist mir die Natur wert. Aber ob das hilft??? Ich selber impfe meinen Gästen ein, keinerlei Abfälle zu hinterlassen und die sammeln auch brav ihre Bananenschalen ein. Wenn man nur einen Bruchteil der Gäste so erreicht, hat man Erfolg gehabt. Man wird bescheiden.

Ich frage mich, was in den Köpfen vorgeht. Ist mir doch egal? Nach mir die Sintflut? Hier sieht es eh schon schlimm aus? Ist doch alles Natur?

In unseren vergangenen Urlauben wird in den meisten Reiseführer auf das Müllproblem hingewiesen. In NZ zum Beispiel hatten wir schon fast ein schlechtes Gewissen, wenn man nur ein Taschentuch benutzte. Und dieses fehlt hier. Die Sensibilisierung der Gäste.

Ich persönlich würde mich auf ein Zusammentreffen mit einem Gast freuen, der sich in einem der Tunnel gerade erleichtert.

06.09.12 11:21
udalriche

nicht registriert

Re: Naturschutz auf Madeira

Hallo MacMurphy,

Du sprichst mir mit Deinem Beitrag aus der Seele. Vermutlich hat das Problem einerseits deshalb zugenommen, weil inzwischen riesige Mengen von Menschen auf den Hauptstrecken gehen. Wahrscheinlich liegt es aber auch daran, dass viele von denen keine wirklichen Wanderer sind. Ich kann mich überhaupt nicht erinnern, auf meinen ca. 5 vierzehntägigen Wanderungen auf Madeira in den 80iger Jahren auch nur eine einzige dieser ekligen Hinterlassenschaften gesehen zu haben (nur Plastikflaschen u.ä. - die stammten eindeutig von Einheimischen). Die damaligen (allerdings wenigen) Wanderer wussten offenbar noch, was sie der Natur (und den Nach-Wandern) schuldig waren.
Mich wundert diese Zunahme allerdings nicht: Auch hier in Deutschland findet man inzwischen massenweise (wenn auch andere) Hinterlassenschaften von unbedarften Mitmenschen in Feld und Flur. Das war vor 30 Jahren mal anders, als auch in der Schule über derartige Probleme gesprochen wurde. Ein hierzu passendes Beispiel: Weil mich im Bio-Praktikum immer geärgert hatte, dass Studierende ihre Kaffeetassen (und auch Pfandflaschen) hinterließen, habe ich ab einem bestimmten Zeitpunkt niemanden gehen lassen, bevor die Hinterlassenschaften weggeräumt waren. Ein Student war ernsthaft erzürnt darüber, weil er meinte, dafür gäbe es doch schließlich Putzfrauen. Es hat mich viel Zeit gekostet, ihm klar zu machen, dass deren (knapp bemessene) Zeit nicht dafür da sei, den hintelassenen Müll wegzuräumen. Ähnlich werden viele Wanderer denken: "Durch unser Geld, was wir auf der Insel lassen, schaffen wir die finanziellen Voraussetzungen dafür, dass man sich, bitteschön, gefälligst um die Entsorgung unserer Abfälle kümmern möge." Böswilligkeit will ich noch nicht einmal unterstellen - eher Gedankenlosigkeit.
Daher würde ich Deinen Plan gern ein wenig unterstützen und mich mit 50 Euro an Deinem "Schilderstreich" beteiligen. Vielleicht ergibt sich zwischen dem 14. und 26.9. Gelegenheit, dass wir uns auf Madeira sehen (z.B. im Le Buffet?) oder ich überweise den Betrag auf ein von Dir anzugebendes Konto.

mfg
Ulrich

Zuletzt bearbeitet am 06.09.12 11:23

06.09.12 13:51
MacMurphy

nicht registriert

Re: Naturschutz auf Madeira

Hallo
Also 50€ als Einzelspende ist definitiv super nett aber viel zu viel. Ich sprach vor ein paar Minuten mit meinem Bekannten der solche Holzarbeiten macht und er sagte, das eine 6mtr. Latte aus outdoorgeeignetem Holz ca. 7€ kostet. Daraus lassen sich 6 Schilder machen. Mit Arbeitszeit kostet dann ein Schild 5-6 €. Wenn wir 3 Latten nehmen, kriegen wir also 18 Schilder.
Wenn Robert mitmacht und ein Schweinle bei sich aufstellt, sollte das Geld schnell drin sein. Wenn 100€ erreicht sind, kann man es auch schon wieder wegnehmen, den Rest mach ich dann.

Ich finde es ist besser solche Sachen selber in die Hand zu nehmen, denn wenn wir erst die Obrigkeit fragen sollten, warten wir bis zur nächsten Eiszeit auf eine Entscheidung.

Was soll denn auf den Schildern stehen?
Es können auch verschiedene Sätze sein. Aber auf jeden Fall in Englisch, denn das versteht jeder. (fast) Und maximal 6-7 Wörter.

Was heisst denn auf Englisch: Euch soll der Blitz beim Sch....n treffen?

Sollte es einen sichtbaren Erfolg vorweisen, kann man das ja zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal machen.

06.09.12 14:43
Boernie

nicht registriert

Re: Naturschutz auf Madeira

Moin,

es gibt doch so Runde Schildchen wo Hunde beim Häufchen machen sind und das ist mit rotem Balken durchgestrichen. So ein Schild könnte man doch auch mit Menschen machen...............

Gruss
Bernd

PS: der Unterstand zum Torres hoch sah im Juni auch furchtbar aus, alles voller Taschentücher........

06.09.12 14:54
Ulla55

nicht registriert

Re: Naturschutz auf Madeira

Hallo

bei google finden sich da einige Beispiel mit Mensch

Gruss

Uli

06.09.12 15:27
bacalhau

nicht registriert

Re: Naturschutz auf Madeira

MacMurphy:
Hallo
Also 50€ als Einzelspende ist definitiv super nett aber viel zu viel. Ich sprach vor ein paar Minuten mit meinem Bekannten der solche Holzarbeiten macht und er sagte, das eine 6mtr. Latte aus outdoorgeeignetem Holz ca. 7€ kostet. Daraus lassen sich 6 Schilder machen. Mit Arbeitszeit kostet dann ein Schild 5-6 €. Wenn wir 3 Latten nehmen, kriegen wir also 18 Schilder.
Wenn Robert mitmacht und ein Schweinle bei sich aufstellt, sollte das Geld schnell drin sein. Wenn 100€ erreicht sind, kann man es auch schon wieder wegnehmen, den Rest mach ich dann.

Ich finde es ist besser solche Sachen selber in die Hand zu nehmen, denn wenn wir erst die Obrigkeit fragen sollten, warten wir bis zur nächsten Eiszeit auf eine Entscheidung.

Was soll denn auf den Schildern stehen?
Es können auch verschiedene Sätze sein. Aber auf jeden Fall in Englisch, denn das versteht jeder. (fast) Und maximal 6-7 Wörter.

Was heisst denn auf Englisch: Euch soll der Blitz beim Sch....n treffen?

Sollte es einen sichtbaren Erfolg vorweisen, kann man das ja zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal machen.


"Shit on you! Keep your shit a secret!"
So würde es ein Engländer verstehen, aber kein hmhmhmhmhm. Da bleibt Dir wohl nur die Variante mit dem Blitz, nach dem Motto: "Broken English perfectly spoken"

@ Boernie, wenn ich so was mal schreibe, dann bin ich "not amused"

Make my day, bacalhau

06.09.12 17:07
Lilie

nicht registriert

Re: Naturschutz auf Madeira

Olá,

die Idee mit dem runden Schild finde ich sehr gut, denn "Zeichensprache" versteht jeder.

Wie wäre es mit "Don't leave any personal belongings behind!", sollte jeder doch aus dem Flugzeug kennen.

Wenn das Schweindl demnächst bei Robert steht, werde ich auch meinen Obolus leisten, denn mir stinkt das Ganze auch gewaltig.

Zuletzt bearbeitet am 06.09.12 17:08

06.09.12 19:36
funkyruebe

nicht registriert

Re: Naturschutz auf Madeira: WC-Gang unterwegs

Hallo,

ich sehe dass Hauptproblem bei den geführten Begehungen. Ich sage extra Begehung, denn Gruppen von 30 und mehr Touristen ( bis der Bus voll ist ), können keine Wanderung sein. Die Führer, eher Reiseleiter, scheinen ihre Gruppen nicht informieren zu können oder zu wollen. Wanderer oder geführte Wanderungen á la Mac, werden sicher besser informiert zu sein und dem entsprechend handeln. Ausnahmen bestätigen wie immer.....

MMn sollten Wanderführer/Bergführer an ihr Kunden vor jeder Tour kleine Plastiktüten ausgeben, mit den entsprechenden Infos. Und mit Infos im Kopf kann man auch bei Darmproblemen die nächste Wanderung gezielt angehen.

Oft sind es die Eltern, die ihren Kindern sagen, noch einmal auf die Toilette zu gehen, bevor es ins Bett geht, die dann nach 20 Min. Wanderung das erste Mal in die Büsche müssen, oder im Flieger nach Erlischen der Lämpchen zu den 20 Personen gehören, die sofort auf die Toilette müssen.

Dabei ist es auf einem bekannten Pott doch viel besser.

Ich würde mich auch beteiligen, Mac

Grüße
funky

06.09.12 20:42
udalriche

nicht registriert

Re: Naturschutz auf Madeira

Hallo MacMurphy,

"Wenn Robert mitmacht und ein Schweinle bei sich aufstellt, sollte das Geld schnell drin sein. Wenn 100€ erreicht sind, kann man es auch schon wieder wegnehmen, den Rest mach ich dann".

Die Idee finde ich gut (mit madeirensischen Behörden habe ich so meine eigenen Erfahrungen ... gute und - indirekt - auch weniger gute). Ich werde also in 10 Tagen nachschauen, ob ich im Le Buffett ein Schweinderl finde.

mfg Ulrich

06.09.12 23:11
bacalhau

nicht registriert

Re: Naturschutz auf Madeira: WC-Gang unterwegs (Tüten?)

funkyruebe:
Hallo,

ich sehe dass Hauptproblem bei den geführten Begehungen. Ich sage extra Begehung, denn Gruppen von 30 und mehr Touristen ( bis der Bus voll ist ), können keine Wanderung sein. Die Führer, eher Reiseleiter, scheinen ihre Gruppen nicht informieren zu können oder zu wollen. Wanderer oder geführte Wanderungen á la Mac, werden sicher besser informiert zu sein und dem entsprechend handeln. Ausnahmen bestätigen wie immer.....

MMn sollten Wanderführer/Bergführer an ihr Kunden vor jeder Tour kleine Plastiktüten ausgeben, mit den entsprechenden Infos. Und mit Infos im Kopf kann man auch bei Darmproblemen die nächste Wanderung gezielt angehen.

Oft sind es die Eltern, die ihren Kindern sagen, noch einmal auf die Toilette zu gehen, bevor es ins Bett geht, die dann nach 20 Min. Wanderung das erste Mal in die Büsche müssen, oder im Flieger nach Erlischen der Lämpchen zu den 20 Personen gehören, die sofort auf die Toilette müssen.

Dabei ist es auf einem bekannten Pott doch viel besser.

Ich würde mich auch beteiligen, Mac

Grüße
funky

Da habe ich dann ein paar Fragen zu dem Tütenvorschlag:
- sollen die Leute in die Tüten machen? Das geht mit Sicherheit daneben. Und dann liegen auch noch tausende Tüten in der Gegend herum.
- werden die gebrauchten Tüten nach der Begehung beim Führer abgegeben, oder fliegen die dann alle im Hotel in den Papierkorb?
- generell - auch unter Umweltaspekten - frage ich mich, wieviel Tonnen PE in Form Tüten die Abfallsysteme der Insel belasten - egal wo sie letztlich landen.
- wer verteilt Tüten an Wanderer ohne Führer - das sind nämlich auch nicht alle Gutmenschen mit Sinn für die Umwelt.

Und selbst wenn ich die gut dressierbaren Deutschen mal ausnehme, was ist mit Portugiesen, Spaniern, Franzosen, Russen, Engländer etc. etc. Ich sag' jetzt nicht das sind größere Ferkel. Aber wenn denen eine Tüte ausgehändigt wird kommt so ziemlich alles rein, nur nicht das, wofür sie vorgesehen war.
Jetzt lebe ich ja nicht mehr in Deutschland, aber wenn ich mitbekomme was da schon an Streit mit Polizisten und Parkwächtern wegen Hundescheiße los ist, was ist erst dann los, wenn es um den eigenen Haufen geht? Madeirenser sind viel zu pietätvoll um Gästen zu sagen:"Pack Deinen Dreck wieder ein und nimm ihn mit!"
Ehrlich gesagt, ich sehe für das Problem keine Lösung.
Gruß, bacalhau

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