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Infos, Tipps und Austausch zu Leben und Urlaub auf Madeira

 


Santa Luzia
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01.07.21 17:15
Vogel 

Madeira-Riesenfingerhut

Strafzettel mit Folgen

Wie schon erwähnt, Parkraum für Anwohner ist knapp in Santa Luzia. Da ist es ein Glückstreffer wenn gleich nach Ankunft vom Flughafen der beste Platz in der Reihe einmal frei ist. Also fix eingeparkt, Koffer ausgeladen, mit einem Lächeln im Gesicht.

Am nächsten Morgen steckt ein winziger Zettel, von Hand fast unleserlich beschriftet, unter dem Wischer. Keine Zeit zum Lesen, da mit Jardineira zum Wandern verabredet ;-)

Später also entpuppt sich das als Strafzettel, 60€ werden gefordert, doch warum? Also die Lage beim nächsten Stopp fotografiert: in den 4 Wochen Abwesenheit hat man ein neues Schild aufgestellt, das aus Fahrtrichtung nicht zu sehen ist, da direkt vor die Hauswand gestellt, darunter ein Minizeichen mit Rollstuhlsymbol, das alles platziert, wo die Markierung des Pakplatzes schon endet. Hmmh, das Schild für den suchenden Fahrer fast unsichtbar, es fehlt das übliche Symbol auf dem Asphalt. Man fühlt ich etwas vereimert.




Da es mein erstes Strafticket war und das Regeln über die Mietwagenfirma Extrakosten bedeutet, erstmal zur Polizei. Dort legt man das Zettelchen vor, in das man zuvor persönliche Daten eintragen musste, u.a. Name von Vater und Mutter!
Adresse wird notiert und üblicherweise bekommt man dann einen A4-Bogen per Post zugeschickt, der wiederum händisch auszufüllen ist, dann kann man online überweisen.
Das hätte ich doch gerne sofort erledigt statt auf die Post zu warten und zum Glück ist auf der Diensstelle gerade nichts los. So erbarmt sich die gute Frau und füllt das Fomular für mich aus, zudem kann ich mit Bankkarte sofort bezahlen.
Damit könnte die Geschichte enden, aber ganz zufrieden bin ich nicht, denn an den folgenden Tagen hängen reihenweise Strafzettel an den unbedarft abgestellten Autos.

Diesen missverständlichen Zustand müsste man doch zur Kenntnis bringen, damit die Parksituation für jeden erkennbar sind... doch wo?
Nicht die Polizei ist zuständig, sondern die Direção Regional da Economia e Transporte, zum Glück auf meinen üblichen Wegen gelegen. Dort also vorstellig und mit einem Beschwerdeformular nach Hause geschickt worden, „bitte in Portugiesisch ausfüllen". Nun, der Bitte wurde entsprochen und dazu Fotos angefügt.

Vor Abflug noch keine Nachricht – aber immerhin wurde fleißig nachgebessert. Das Schild wurde ergänzt um eine Kennzeichennummer und auf dem Asphalt prangt gut sichtbar das Rollstuhlsymbol.
Geht doch!

Zuletzt bearbeitet am 01.07.21 18:42

Datei-Anhänge
Parken.jpg Parken.jpg (1x)

Mime-Type: image/jpeg, 533 kB

14.07.21 18:31
Vogel 

Madeira-Riesenfingerhut

Es tut sich was in der Stadt

Auch wenn es Euch verwundern mag, ich komme nochmal auf die raren Parkplätze in Santa Luzia zurück.

Wenn in einer Reihe von 5 Parkplätzen 2 unbenutzbar werden, weil sich knietiefe Löcher im Asphalt ausbilden und zur Gefahr für den Mietwagen werden, dann ist Handeln angesagt. Was tun, wer ist zuständig?
Nach ein bisschen Herumfragen landet man bei der Câmara Municipal do Funchal, wo es einen großen Stapel gibt, auf den man seine Eingabe oder Verbesserungsvorschläge ablegen darf.
Das geschah im Fall der Straßenlöcher im April. Im Juni wurden abends der Parkstreifen mit Flatterband abgesperrt, nach zwei Tagen hatte eine Baukolonne die Straße in Handarbeit wiederhergestellt. Wir nahmen es mit Freude zur Kenntnis – noch größer war die Freude, als vor ein paar Tagen eine Email ankam, in der das Beheben des Schadens gemeldet wurde. Sehr bürgerfreundlich!

Und dann noch eine Anerkennung für eine Online-Umfrage zum Thema „Hygiene und Müll in der Stadt“. Mehrere Seiten galt es auszufüllen und die verschiedene Aspekte von Straßenreinigung, Müllentsorgung und Straßenbild zu bewerten. Bei der Befragung wurde uns klar, dass wir mit der Situation in unserem Stadtteil gut zufrieden sind. Zum Abschluss musste noch ein Verbesserungswunsch angefügt werden, ohne den das Dokument nicht abgeschlossen werden konnte.
Lange nachgedacht – und doch noch etwas gefunden: ein Pfandflaschensystem!
Ja, es gibt schon die Möglichkeit 0,33l Coral-Flaschen in einigen Geschäften zurückzugeben, aber für 5cts/ Stück und einem umständlichen Procedere ist es wohl mehr ein Alibiprojekt.

Jedenfalls ist es trotz der an manchen Stellen nervenaufreibenden Bürokratie auch wichtig, die Erfolge zu erwähnen.

14.07.21 19:00
Tom 

Madeira-Levkoje

Re: Santa Luzia

Ich kann Ähnliches aus Santa Cruz melden: total verwahrlostes Grundstück in der Nachbarschaft (jede Menge brandgefähliches trockenes Zeugs), Nachbar nicht persönliuch erreichbar, weil in Südafrika.
Zur CM Santa Cruz gefahren, vorgesprochen, email-Adresse erhalten, Meldung gemacht, 4 Tage später Mail zurück, "ja, waren da, geht gar nicht, wir kümmern uns", nach ca 14 Tagen Rückmeldung alles beräumt, Brandgefahr gebannt.

Kann sich manche Amtsstube in D eine Scheibe abschneiden.

Gruß
Tom

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