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Infos, Tipps und Austausch zu Leben und Urlaub auf Madeira

 


Santa Luzia
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24.04.21 23:20
Espadarte 

Madeira-Strelitzie

Re: Santa Luzia

Vogel:
Die Anzahl der grünen Müllbehälter an den Straßen ist eine Erkundung wert. Bisher war mein Maß: ich stehe mitten in Funchal, drehe ich auf dem Absatz um 360° und sehe 4 Müllbehälter. Heute kann ich berichten, dass es je nach einsehbarer Straßenlage sogar 7 sein können! Logistisch interessant, wer leert sie und in welchem Rhythmus? Gemessen an der Anzahl müsste es doch sauber sein, aber wir wissen, dem ist nicht so. Ich bleibe am Thema.

Das ist schnell erklärt. Im Bezirk Santa Cruz zum Beispiel wird der Müll zwei mal wöchentlich entsorgt. Verschiedene Zeiten in verschiedenen Gemeinden und Straßen. Bei uns kommt die Müllabfuhr vormittags am Dienstag und am Freitag. Da stellen wir die (eigene, grüne) Tonne vor die Türe. Neuerdings werden auch Mülltrennungstonnen gratis an 2000 Haushalte vergeben. Sortiert nach Metall/Glas/Papier jeweils eine 50 l Kleintonne. Unsere Straße ist gepflegt und sehr sauber bis auf die viele Hundeschei@@e !

Zuletzt bearbeitet am 24.04.21 23:23

25.04.21 07:17
Vogel 

Madeira-Riesenfingerhut

Re: Santa Luzia

@Espadarte

Ich meine nicht den Hausmüll, sondern die "Papierkörbe" für die Passanten!

25.04.21 10:33
Vogel 

Madeira-Riesenfingerhut

Sonntagfrüh in der Stadt, 25.4.21

Das Wetter unbeständig, Sonne beim Frühstück, dicke Wolken im Anmarsch, besser die frühe Stunde nutzen, um in der leeren (?) Stadt zu fotografieren. Eine Frage stand im Raum, ist Dia da Liberdade*** ein echter Feiertag, d.h. bleiben die großen Läden geschlossen?
Also fix los, in Santa Luzia gähnend leer, am Praça do Carmo alles zu – nein, die winzige Bar, in der sich eine sehr spezielle Klientel trifft, hat um 8:43 offen und einen Kunden.

Da tritt ein junger Mann in die enge Gasse, hat 2 zusammengeknüllte Windeln in der Hand – und steuert den nächsten Papierkorb an, weg damit. Das ist ekelhaft! Dann geht er 50 m weiter in den auch am Feiertag geöffneten Continente.

Ich biege ab über Largo do Phelps Richtung Sé, hier sind Eisdiele und Cafés schon geöffnet, ebenso der Bioladen Celeiro an der Kathedrale. Dort klingt Orgelmusik heraus, schon so lange nicht mehr echte Musik gehört in der Stadt, also kurz hinein. Die Kirche ist innen eingerüstet, Renovierung steht wohl an.

Weiter am Zarco-Denkmal und Stadtpark vorbei, wieder Richtung Câmara Municipal. Und nun auch Aufklärung (s.Thread „Kurioses“) wie die Papierkörbe geleert werden, nämlich händisch. Ein städtischer Mitarbeiter leert den Inhalt in 2 große Müllsäcke, zu Fuß geht er von einem Behälter zum nächsten.

Am Platz vor der Câmara Municipal sammeln sich Musiker und Uniformierte, eine Spezialtruppe der Bombeiros. Nach Aufstellung der Honoratioren wird ab 9:30 mit den entsprechenden Hymnen erst die porugiesische Fahne, dann die der Region und zuletzt die der Stadt gehisst.

Fazit: auch der kleinste Gang lohnt, um neue Eindrücke zu gewinnen ;-)

*** Erinnerung an die Nelkenrevolution und damit Abschaffung der Diktatur 1974

Zuletzt bearbeitet am 25.04.21 10:43

26.04.21 17:21
mrjasonaut 

Madeira-Strelitzie

Re: Santa Luzia

Vogel:
In Funchal gibt es kleinste Läden oder Werkstätten, die man durch Zufall entdeckt, oder weil man sich nach einem bestimmten Gewerk oder Artikel länglich durchfragt. In loser Folge stelle ich meine Fundstücke vor.

Der Toaster ist kaputt, der Lampenschalter rastet nicht mehr ein, dann führt der Weg geradewegs zu "Radiolux" (Elektrowaren und Reparatur), Rua do Carmo 24B, nahe Continente.
...

Da out-ed sich noch ein Fan von diesem Shop.





Hab mir ja schon als Kind die Nase plattgedrückt an der Scheibe des Radio Ladens in Sehnsucht nach dem Traumradio...

Datei-Anhänge
rs1.jpg rs1.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 970 kB

rs2.jpg rs2.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 916 kB

26.04.21 20:48
Espadarte 

Madeira-Strelitzie

Re: Santa Luzia

Vogel:

Auch die Menge an Bankautomaten ist beeindruckend, besonders die Orte, an denen sie platziert sind. Man steht vor einem Geschäft, interessiert an den Waren im Schaufenster, und darin eingearbeitet ist der Automat. Ob am Eingang der Escola Francisco Franco oder in der Wand des Mini-Restaurants (hier muss man erst die Gäste bitten, etwas beiseite zu rücken), nie wird man in Funchal ohne Geld sein, dazu immer in handlichen 10er od. 20er Scheinen. Da via Multibanco an diesen Automaten auch Rechnungen bezahlt werden können, wartet man oft hinter einem Kunden mit vielen Papieren.

Multibanco ist europaweit das absolut führende und funktionellste System. Alle Informationen dazu findet man auf Wikipedia. In Deutschland oder Ösiland kann man davon nur träumen.

Vor Bankomaten mit der Aufschrif EURONET soll gewarnt sein. Dahinter steckt eine ungarische Gesellschaft die diese Dinger europaweit in Touristenzentren aufstellen.
Behebungen sind zumeist mit erheblichen Spesen verbunden die erst nach Wochen am Konto aufscheinen. Also bitte nur Bankomaten mit der Aufschrift Multibanco benutzen.
Ganz sicher sind diese wenn sie an Banken oder in Bankenfoyers aufgestellt sind.

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