es gibt zwei Möglichkeiten, wie man das regeln kann: (1) über Geld oder (2) über die Kondition der Wanderer. Ich war bei meinen Aufenthalten auf Teneriffa nur bei Sturm auf dem Teide. Dann ist die Seilbahn geschlossen und man trifft auf dem Gipfel nur Leute, die mindestens 1500 Höhenmeter aufgestiegen sind. Keine Strandklamotten, keine Selfie-Sticks. Man muss auch nicht buchen. Oben wird normalerweise kontrolliert, aber die Kontrolleure kommen ja auch mit der Seilbahn. Keine Seilbahn, keine Kontrollen!
Je länger die Strecke vom nächsten Parkplatz zu einem Ziel ist und je mehr Höhenmeter zu gehen sind, desto erlesener wird das Publikum. Deshalb liebe ich die Dolomiten: Auf der Civetta, dem Antelao oder der Tofana di Rozes trifft man nur auf echte Bergwanderer. Das ist auf der Sella aufgrund der Seilbahn schon ganz anders. Auch auf La Palma gilt: Am Roque de los Muchachos kann man auf den Gipfel fahren, während man beim Pico de la Nieve vom Parkplatz noch 300 Höhenmeter aufsteigen muss. Das macht schon einen deutlichen Unterschied.
Man muss sich also entscheiden: Wählt man (1), hat man da oben die Leute, die am meisten Geld haben. Wählt man (2), hat man da oben die echten Bergwanderer.
Das ist hart für ältere Bergwanderer, zu denen ich inzwischen auch gehöre. Im September letzten Jahres habe ich es erstmals nicht mehr auf den Antelao geschafft. Soll ich jetzt den Bau einer Seilbahn fordern? Oder mich mit dem Hubschrauber hinauf fliegen lassen? Es werden immer mehr Helipads gebaut ...
Danke für eure Antworten! Ja, also das mit Rabaçal ist wirklich aberwitzig.
Und sagt mal, ist denn schon mal jemandem tatsächlich so ein Kontrolleur von der Fiscalização begegnet? Wie sind die so drauf?? Und ist noch angeplant, mal eine etwas benutzerfreundliche Oberfläche zu schaffen (App???)?
Zitieren:Und sagt mal, ist denn schon mal jemandem tatsächlich so ein Kontrolleur von der Fiscalização begegnet? Wie sind die so drauf??
Unser Besuch ist in den ersten Januartage auf der Levada dos Cedros - PR 14 - mitten auf der Strecke kontrolliert worden. Es waren Leute vom IFCN, die scheinbar hauptsächlich zur Kontrolle der Wegstrecke, also nicht der Wanderer ihren Dienst taten.
Er hatte bezahlt, war aber zu einer anderen Zeit unterwegs, als seine Reservierung zeigte. die Männer wiesen ihn höflich darauf hin, dass er beim nächsten mal seinen zeitslot einhalten sollte.
Von Freunden, die von Achada do Teixeira zum Pico Ruivo wollten, hörten wir, dass Einer am Zugang im Auto saß und Bargeld! abkassierte. Das war noch im Dezember, also vor der Einführung des Zeitslot-Systems.
Dazu habe ich eine klare Meinung: Wer mit dem Auto zur Achada do Teixeira fahren will, zahlt unten (!) an der Straße eine Park- und Eintrittsgebühr. Sind die ausgewiesenen Parkplätze belegt, kommt man mit dem Auto erst gar nicht hoch. Wer als Wanderer aus Richtung Ilha kommt, hat dagegen freie Bahn. Das ist auch logisch, denn nur die Autofahrer können die Zeitslots einhalten. Wer von Ilha hoch geht und das zum ersten Mal macht, weiß nicht, wann er oben ankommt, und muss eventuell sogar unverrichteter Dinge umkehren, wenn er sich verschätzt hat.
Als ich vor kurzem nach 1500 Höhenmetern Anstieg auf dem Areeiro ankam, wurde ich von den "Spaziergängern" ziemlich komisch angesehen. Wie kann man nur so "abgerissen" aussehen! Penner, oder was? Und dann noch Zeitslot verpasst? Asozial ...
Re: Wanderwege - neue gesetzliche Vorschriften: Infovideo zu Gebühren etc.(Jahreswechsel 25/26)
Ein sicher ganz brauchbares (fast) aktuelles Video zum Vorgehen. Dass auch Einwohner einen Zeitslot reservieren müssen, hat sich mittlerweile allerdings erübrigt . (Der Protest hat gewirkt- Das wäre ja auch noch schöner! )
iris:Ein sicher ganz brauchbares (fast) aktuelles Video zum Vorgehen. Dass auch Einwohner einen Zeitslot reservieren müssen, hat sich mittlerweile allerdings erübrigt . (Der Protest hat gewirkt- Das wäre ja auch noch schöner! )
Das ist ein wunderbares, aufklärendes Video zum Thema gebührenpflichtige Wanderwege auf Madeira. Nur ist das in meinen Augen eine reine "Abzocke der Regierung auf Madeira"
Ob diess wirklich eine Lösung ist, dürfte fraglich sein. Ich weis also von einigen Bekanten, das diese zum wandern nicht mehr nach Madeira fliegen. Was die Regierung da eingeführt, ist sehr bedenklich.
Es muss definitiv etwas geschehen, um die Auswüchse zu bekämpfen.
Ich bin vor kurzem über Waldwege zur Levada do Rei gekommen. Hier die Tour in lila und meine Laufstrecke in cyan:
Der mit "PARKPLATZ" bezeichnete Abzweig mehrerer Waldpisten war mit Autos zugeparkt. Als ich dort ankam, stiegen gerade dänische Urlauber aus ihrem Mietwagen aus und liefen desorientiert durch die Gegend. Ich habe sie gefragt, wie sie auf die Idee gekommen sind, hierher zu fahren. Die Antwort war mir schon vorher klar: Ein "Geheim-Tipp" aus dem Internet. Da wird gerade propagiert, dass man viel schneller zur Cascata da Levada do Rei kommt, wenn man mit dem Mietwagen bis zum genannten "PARKPLATZ" fährt. Ich habe allerdings nicht gefragt, ob dieser "Geheim-Tipp" auch etwas mit den Gebühren zu tun hat. Glauben die Urlauber, dass man am offiziellen Beginn der Tour zahlen muss oder kontrolliert wird, und fahren deshalb weiter? Zwei Fliegen mit einer Klappe: Nicht zahlen UND schneller am Ziel!