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Infos, Tipps und Austausch zu Leben und Urlaub auf Madeira

 


Wunderbares Madeira _ Persönliche Geschichten, Erfahrungen, Eindrücke
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15.03.21 11:29
warmduscher 

Madeira-Strelitzie

Re: Wunderbares Madeira _ Persönliche Geschichten, Erfahrungen, Eindrücke

Dann mal eine kleine Geschichte über viele Jahre von der Levada da Rocha Vermelha:
Ein Langzeitbericht über einen bestimmten Weg.
Am 21.2.1997 waren wir das erste mal an der Madre der Levada da Rocha Verlmeha.
Ich hatte ein Wanderbuch von Dahle/Leyerer mit dieser Tour, wo in dem Text folgendes stand:

Dieser alte Weg war auf der alten Igeo Karte auch eingezeichnet. Er ging direkt von der Madre hoch, auf meiner OSM Karte von 1-2. Der neue kurze Aufstieg von 3-4 endet jetzt am PR 13.Soviel ich auch an der Madre schaute, ich fand nicht mal eine Spur von ihm.

Zum besseren Verständnis hier die alte Karte.
https://drive.google.com/file/d/1TL8-qQl...iew?usp=sharing
Der komplette Weg von 1-3, das Stück von 2-3 war noch auffindbar. Sebst das Stück am Bach runter von 4-2 mit wenig Gefälle war möglich. Aber wo es dann steiler wurde von 2-1 absolut keine Spur zu finden. Ich habe in den nächsten Jahren noch einige Anläufe gestartet diese Verbindung zu finden.
Aber immer von oben. Selbst da war es nicht so einfach hin zu kommen. Da die Fanalstrasse noch
unbefestigt war und manche Stellen dort für einen Mietwagen schon heikel waren.
Bei einer Erkundung hatte ich die Vermelha unter mir schon in Sichtweite, aber ich kam dort nicht runter.
Hier noch eine nette Episode in diesem Zusammenhang, Im Jahr 2001 bei einer Wanderung auf dem Pico Grande lernten wir ein schweizer Pärchen kennen. Sie hatten das gleiche Hobby wie wir,
wilde Wege auf Madeira erkunden. Hatten aber wohl mehr Erfahrung und Routine wie wir.
Trotzdem unternahmen wir in dem Urlaub, da uns ja nun 2 Autos zur Verfügung standen noch 2
Touren die mit nur einem Auto schwieriger geworden wären. 1.Von Curral über den Torrinhas nach
Urzal. 2. Von Fonte de Bispo runter zum Janela und von dort hoch nach Rabacal.
Dabei erfuhr ich in den Gesprächen u.a. das sie mit dem Hinweis aus dem gleichen Wanderbuch und mit mehr Erfahrung
wie ich, den Aufstieg von der Madre der Levada Verlmeha zur Fanalstrasse über irgend einen Lombo sehr mühsam gemacht hatten. Da wir aber beide noch nicht mit GPS oder Koordinaten arbeiteten, blieb es bei der mündlichen Erzählung. Aber er hatte mir sehr genau erklärt an welcher
Stelle er auf die Fanalstrasse getroffen ist. In den ganzen Jahren wollte ich es auch noch einmal von unten versuchen, aber ein heftiger Erdrutsch kurz vor der Madre verhinderte das und wir mussten alles wieder zurück.
Dann ruhte die Suche nach der Verbindung etwas, da ich 2 mal mit einer Gruppe auf Madeira war und für solche Scherzchen kein Zeit war.
Ich war auch nicht mehr ganz so wild auf dieses ganze Suchen, da ja jedes mal fast ein ganzer Tag verloren ging.
Nach vielen Versuchen, im Lauf von 10 Jahren, ich hatte jetzt sogar Google Fotos dabei, kroch ich am 22.12.2007 mal wieder durch die Büsche neben der Fanalstrasse genau an der Stelle mit der guten Beschreibung des Schweizers um zu der Abbruchkante zu kommen und finde plötzlich diesen tollen Weg, welcher ganz neu angelegt war. (PR13)

Nachdem ich den Weg in beide Richtungen erkundet hatte, fand ich an der Stelle wo ich aus den Büschen gekommen bin und wo ich nach meinen Google Fotos auch suchen wollte, sehr versteckt hinter einem Busch den freigeschlagenen Abstieg zu Levada Vermelha. Ich kletterte die ca.200
Höhenmeter runter, sah mich dort unten um und dann ging es wieder hoch.





Ewas später hatte diese Kletterhilfe Gesellschaft bekommen durch einen 2 Stock


Hier mündete der Pfad an der Verlmeha
Aber egal nach vielen Versuchen und dank der Hilfe der Madeira Wanderwegebauer hatte ich nach 10 Jahren mein Ziel endlich erreicht.
warmduscher

Zuletzt bearbeitet am 15.03.21 12:14

Datei-Anhänge
Verlmeha Text.jpg Verlmeha Text.jpg

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Karte Verlmeha.jpg Karte Verlmeha.jpg

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1.JPG 1.JPG

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2.JPG 2.JPG

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Daniel, mrjasonaut, Walter, madBee, Jardineira und waldviertlerin2 gefällt der Beitrag.
15.03.21 11:45
Daniel 

Administrator

Re: Wunderbares Madeira _ Persönliche Geschichten, Erfahrungen, Eindrücke

Vielen Dank für den tollen Bericht, das ist eine meiner Lieblingslevadas!

Der Link auf Google Drive ist nicht öffentlich, da müsstest Du die Einstellungen überprüfen!

Liebe Grüsse

Daniel

edit: Mit den Zahlen komme ich nicht ganz klar, stimmt der Text mit den Zahlen überein?

edit2: Jetzt habe ich es begriffen, mit dem Link auf die Karte, der jetzt perfekt funktioniert! Die Beschriftung auf den 2 Karten ist unterschiedlich! Danke!

mrjasonaut und warmduscher gefällt der Beitrag.
15.03.21 12:07
Daniel 

Administrator

Re: Wunderbares Madeira _ Persönliche Geschichten, Erfahrungen, Eindrücke

Ich war 2012 zum ersten Mal an der vermeintlichen Madre der Rocha Vermelha, also beim Andrea-Kreuz, meine Frau wartete unten am Fuss der 'stairways zu heaven'. Und mein Zeitlimit war aufgebraucht beim Kreuz (das übrigens aus dem Jahre 2007 stammt, wenigstens der Zeitpunkt des Unfalls). Das Wasser wurde dort gefasst, weiter oben war sie trocken. (http://danishome.ch/2012.07.31_Rabacal.htm)

2013 machten wir die Runde über die Madre der Norte, der Seixal, vorbei am Hortela-Wasserfall und durch den Seixaltunnel, weiter auf der Rocha Vermelha hoch zum Fanal. Weil es bereits etwas zu spät war und der Nebel langsam aufzog, sind wir direkt auf dem Verbindungspfad zum PR13 hochgestiegen, die Madre liess ich dem Familienfrieden zuliebe aus. (http://danishome.ch/2013.08.01_Levadas_d...ha_Vermelha.htm)

2016 endlich war ich an der alten Madre (auch weil dort ein Geocache von Bacalhau lag). Das Stück vom Andrea-Kreuz bis zur alten Madre ist trocken und verfallen, an der Madre gibt es ein paar interessante Relikte von kleinen zuführende Levadas, die alle verfallen sind.
Trotzdem, der Weg über die zum Teil betonierten Abschnitte ist noch gut begehbar. Auf dem Bild von 2007 scheint das Wasser von der Madre bis zum Andrea-Kreuz immer noch zu fliessen, ich hätte gedacht, dass sie schon länger nicht mehr in Betrieb war. (http://danishome.ch/2016.06.30_Rabacal_2016.htm).

Und wenn ich zurückdenke, wird bei meinem nächsten Madeiraurlaub wieder einmal ein Besuch an der Madre fällig, in irgendeiner Kombination....

Liebe Grüsse

Daniel

mrjasonaut, warmduscher, Walter, madBee, Jardineira, Seefahrer und madeirafan gefällt der Beitrag.
28.03.21 13:38
TRESNICKA 

Madeira-Natternkopf

Re: Wunderbares Madeira _ Persönliche Geschichten, Erfahrungen, Eindrücke

Madeira hat mich bereits 1977 verzauber, als ich dort als junger Skipper bei einer Überfahrt nach Barbados halt machte um Proviant nachzufüllen. Die Insel hat mich nicht mehr in meinen Wünschen einmal dort zu leben losgelassen.
Es hat fast weitere 30 Jahre gedauert bis dieser Wunsch/Sehnsucht wirklichkeit wurden.
Mein Segelyacht von damals habe ich heute in Calheta ankern und mein wunderschönes Haus im Naturschutzgebiet von São Vicente.
Seit zwei Jahren bin nicht mehr auf Madeira gewesen und es fehtlt alles sehr. Wenn sich die Zeiten bessern komme ich, die Sehnsucht ist groß.

Walter, madeirafan, Tigerin und madBee gefällt der Beitrag.
29.03.21 11:17
Torwarttrainer 

Madeira-Riesenfingerhut

Re: Wunderbares Madeira _ Persönliche Geschichten, Erfahrungen, Eindrücke

Bom dia Madeirenses,

gestern ein schöner Beitrag von Isabel Gouveia zur Tradition in der Karwoche in o Diário.

Die Spiele der Fastenzeit in meiner Kindheit

Der Beginn der Fastenzeit markiert meine Kindheitserinnerungen. Ungeachtet des religiösen Aspekts der Fastenzeit, der nach dem Karneval beginnt, genauer gesagt am Aschermittwoch, bedeutete dies für uns Kinder, dass wir uns der Frühlingssaison nähern, einer Zeit, in der man auf der Straße spielen und auf dem Land spazieren gehen kann! Und es war eine Zeit, in der Yamswurzeln gegessen wurden (ich mag sie sehr), aber besonders „Mandeln wurden auch verschlungen“ (ja, weil zu dieser Zeit Mandeln nur zu dieser Zeit kommerzialisiert wurden, gab es nicht die immense Vielfalt, die heute existiert und waren symbolisch für die Saison) pascal). Die Beutel mit leckeren rosa und weißen Mandeln aus der Fabrik von Santo António, die unseren Mund füllten, hatten einen unverwechselbaren Geschmack.
Das Frühlingswetter lud uns ein, nach den Wintermonaten auf die Straße zurückzukehren, und hier erinnere ich mich besonders an die traditionellen Spiele der Fastenzeit: das „Spiel der Kieselsteine“, das „Spiel der Spitze“ und das „Balamento“.
Das Spiel der Kieselsteine ist eines der Spiele, die mir die meisten Erinnerungen bringen! Die Steine bestanden aus abgekratzten Fliesenstücken und wurden zu Zement verarbeitet, bis sie rund waren. Das Spiel besteht aus fünf kleinen Steinen der gleichen Größe. Es kann auf dem Boden, auf einem Tisch oder auf einer ebenen Fläche gespielt werden. Für diejenigen, die sich nicht erinnern oder für diejenigen, die es nicht wissen, besteht dieses Spiel darin, mit einer Hand eines der fünf Objekte (die Kieselsteine) zu werfen, die sie herstellen es auf und verband die verbleibenden, die auf dem Boden waren.
Sie heben die Kieselsteine mit derselben Hand auf, werfen sie dann hoch und nehmen so viele wie möglich mit dem Handrücken auf. Die Steine werden wieder hochgeworfen und die Hand wird gedreht, wobei so viele wie möglich mit der Handfläche aufgenommen werden.
Wer es schafft, alle fünf Kieselsteine zu fangen, sagt "Rapa", aber wer eine leere Hand ohne Stein hat, sagt, dass er seine Hand mit Mist schmutzig gehalten hat. Mit meinen Freunden spielten wir normalerweise auf dem Boden.
Dieses Spiel hat mehrere andere Namen auf der ganzen Welt, auch bekannt als "cinco marias", "Spiel des Knochens", "onente", "bato", "arriós", "Dächer", "Tintenfisch", "nécara", "Chinas y Chinos", "Knucklebones", "Osselet" oder "Bugalhos".
Die fünf Marias stammen aus einem Brauch des antiken Griechenlands. Wenn sie die Götter konsultieren oder ihr Glück nehmen wollten, warfen Männer Knochen von der Pfote des Widders ([Astragalus (Spiel) | [Astragalus]) und beobachteten, wie sie fielen.
Ein weiteres für diese Zeit charakteristisches Spiel war das „Spiel von Pião“, das an vielen Orten auf Madeira mit Turnieren in den Pfarreien Ponta do Pargo und Porto da Cruz bis vor relativ kurzer Zeit praktiziert wurde, um an die Tradition anderer Zeiten zu erinnern und diese aufrechtzuerhalten.
Noch charakteristischer für diese Zeit war das „Balamento“ -Spiel, das bis Freitag vor Ostern gespielt wurde. Diese Tradition ist direkt mit der Kultur der Zuckerrohrproduktion verbunden, aber das Wort hat einen brasilianischen Ursprung, was möglicherweise auf den Einfluss der vielen Madeiraner zurückzuführen ist, die nach Brasilien gingen, um in der Zuckerrohrindustrie zu arbeiten.
Ich erinnere mich noch daran, wie ich dieses Spiel mit Freunden aus Kindertagen gespielt habe. Kombiniert wurde der Tag, an dem das Spiel begann, und die Zeit, sich zu verstecken, um als erster den anderen zu sehen und einen „Schuss“ zu geben, um als Sieger herauszukommen und eine Tasche zu gewinnen von Mandeln. Ich habe immer noch ein paar Säcke Mandeln ...
Fastenzeit ... Fastenzeit, ein gewisses Maß an Entzug, aber für uns Kinder war es eine leckere und lustige Zeit des Jahres.
Ein süßes und frohes Osterfest für alle!

Auch wir, Eva, ich und auch unsere Kinder, Melanie und Stefan, bekamen schon in den siebziger Jahren o “jogo das pedrinhas“ e o „jogo do pião“ beigebracht, bei mir war der Erfolg eher mäßig. Auch an o „Balamento“ versuchte ich mich – es ist besser wenn ich jetzt schweige.

Madeira maravilhosa

Adeus
Tiago

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