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Madeira

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10 Tage Madeira, geht das so mit dem Zelt?
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22.04.14 20:01
Carou

nicht registriert

10 Tage Madeira, geht das so mit dem Zelt?

Hallo beisammen,

dieses Jahr Pfingsten soll mit Madame Freundin der erste Urlaub außerhalb des europäischen Festlandes gewagt werden. Ich habe vor 5-6 Jahren sehr schöne Erfahrungen mit portugiesischen Inseln bei einer mehrwöchigen Tour auf den Azoren gemacht. Mir ist schon klar, dass Madeira nicht die Azoren und umgekehrt sind, aber ich denke, dass es doch gewisse Parallelen geben wird. Von daher scheint mir das Reiseziel gut gewählt. Leider ist mein Bild der Insel noch recht schwammig und ich würde mich freuen, wenn ein zwei alte Hasen aus dem Forum hier etwas zu unseren Plänen sagen können:

Wir sind Studenten, von daher ist das Budget begrenzt. Aber nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern vielmehr des Abenteuers wegen, möchten wir gerne auf viel Comfort verzichten und in vielen Beziehungen sparsam sein. Ziel der Reise ist der Erfahrung und Erinnerung, kein sauberes Hotelzimmer mit vorgebuchtem Mietwagen.
Konkret heißt das, die gesamten 8-10 Nächte sollen im Zelt verbracht werden und als Fortbewegungsmittel soll der gehobene Daumen und die Wanderschuhe dienen. Bis jetzt habe ich heraus gefunden, dass Trampen zwar nicht so sehr populär ist, und man nicht ganz leicht aus Funchal rauskommt, aber es ist wohl auch nicht unmöglich. Ohne arrogant klingen zu wollen, glaube ich, dass der Erfolg beim Trampen ganz stark vom Charakter und der Erfahrung abhängt. Und da mich beides sowohl auf den Azoren als auch in Europa schon recht weit gebracht hat, gehe ich davon aus, dass wir das schon hinkriegen. Es geht immer alles irgendwie und im schlimmsten Falle weiß man später, dass es nicht so der gute Plan war. :) Alternativ kann man sicherlich 2,3 mal den Bus nehmen, aber der Reiz der Reise liegt darin, die Bevölkerung kennen zu lernen und das geht in privaten PKWs für gewöhnlich besser.

Zelten oder besser noch Wildcampen ist meiner Recherche zur Folge ja mit Genehmigung auf der Insel gestattet. Bestandteil des Urlaubs sollen in jedem Falle ausgiebige Wanderungen sein, aber diese mit leichtem Gepäck und nicht als Trekking mit dem Zelt auf dem Rücken. Das heißt, während des ganzen Aufenthalts auf der Insel würden wir gerne 2-4 Basisplätze aussuchen, wo tagsüber Zelt, Schlafsäcke, die "Küche" etc. verstaut bleiben. Direkt nach der Ankunft wäre also das Einholen der Genehmigung die erste Maßnahme und danach würden wir zunächst den Montado do Prereiro aufsuchen. Das wäre zumindest die erste sichere (erlaubte) Unterkunft, allerdings scheint mir - zumindest auf der Karte - der Platz ein Wenig abgelegen. Neben Natur und Wanderungen besteht auf jeden Fall großes Interesse daran, in den kleinen Dörfern durch die kleinen Supermärkte zu schlendern und hier und dort eins dieser kleinen portugiesischen Biere zu trinken. ;) Ich will die Reise auf keinen Fall en Detail durchplanen, nur vorher wissen, welche Möglichkeiten man hat. Sicherlich bringen wir vorher in Erfahrung, welche schöne Orte und Plätze es gibt, aber primär würden wir uns gerne auf Empfehlungen vor Ort von Einheimischen und anderen Touristen einlassen. Das gilt sowohl für tägliche Touren, als auch für die Wahl der weiteren Schlafplätze. Auf den Azoren hat das damals sehr gut funktioniert und führte dazu, dass ich sowohl auf öffentlichen Campingplätzen, als auch wild in der Natur, sowie im Garten und auch Haus verschiedener Einheimischer schlief. Bei letzteren waren die sicheren Plätze sekundär, viel schöner war die Zeit, die ich mir den Menschen dort verbrachte. Das war aber auch nur aufgrund der enormen Flexibilität und dem Mangel an konkreten Plänen und Ansprüchen möglich.

Ich hoffe, ich habe jetzt einen groben Eindruck, von unseren Plänen geschaffen. Diese Bedenken bzw. "Beachtungen" habe ich jetzt konkret bezogen auf Madeira gesammelt:

- Trinkwasser ist nicht ganz trivial beim Campen, da muss man also rechtzeitig entsprechend Rücksicht nehmen bei der Platzwahl - darum bin ich mit dem Montado do Prereiro auch noch nicht ganz glücklich. Es gibt ja schon einen sehr schönen Thread, wo mögliche (Trekking-)Zeltplätze aufgelistet sind.
- Aus Funchal raustrampen bedeutet auf jeden Fall mehrere Kilometer Fußmarsch mit Gepäck


Dazu möchte ich folgende Fragen stellen bzw. um Einschätzungen bitten:

1) Kriminalität ist ja kein zentrales Problem auf Madeira (oder?!). Kann man ohne große Bedenken sein Equipment (ohne Wertsachen) an diesem oder jenem Orte über den Tag stehen lassen?
2) Die ganze Beschreibung klingt ja so ein wenig jung romantisch idealistisch nach Freiheit, (Nächsten-)Liebe und Natur - genau das haben haben (mir zumindest) die Azoren damals geboten, ist es auf Madeira ähnlich?
3) So, in meinem Beitrag sind jetzt ganz schön oft die Azoren erwähnt worden, da könnte ein kluger Mensch jetzt sagen: "Ja alter, dann flieg doch dahin!" Aber genau das will ich ja nicht - das Ziel ist es ja, was neues zu sehen und zu erleben. Ich könnte mir nur gut vorstellen, dass der ein oder andere den Vergleich zwischen den Inseln gut ziehen kann. Gibt es ausser der leicht unterschiedlichen Klima, den anderen Topographie, Flora & Fauna grundlegende Unterschiede, z.B. wie die Menschen dort (miteinander) leben, die man auf jeden Fall berücksichtigen sollte?

So, ich freue mich auf Kommentare und Antworten.
Lieben Gruß

Carou

22.04.14 20:59
macnetz 

Administrator

Re: 10 Tage Madeira, geht das so mit dem Zelt?

Hallo Carou,

ich bin schon ganz gespannt auf deine Erlebnisberichte nach eurem Madeira-Abenteuer
Bei mir ist die Zeit ausgedehnter Tramper-Reisen mit Kind und Kegel schon 35 Jahre her.

Auf Madeira finde ich den Bus praktischer wenn du nicht Schusters Rappen nehmen willst. Die Insel ist so klein dass man sie an einem Tag durchqueren kann.

Auf Madeira gibt es trotz der wenigen Quadratkilometer einige Ecken wo fast kein Besucher hinkommt. Die meisten davon sind nördlich des Hauptkamms.

Du hast nicht darüber geschrieben ob ihr auch im Hochgebirge unterwegs sein wollt oder nur in bewohntem Gebiet?

Grüsse
Anton

22.04.14 23:38
Carou

nicht registriert

Re: 10 Tage Madeira, geht das so mit dem Zelt?

Also je nach Wetterlage haben wir prinzipiell sehr großes Interesse daran, in die Höhe zu kommen und auch anspruchsvollere Routen zu gehen. Aber wie ich schrieb, ohne großes Gewicht, also nur wetterfeste Kleidung und Verpflegung. Der Urlaub soll so halb "Kultur und Lebensart" und "Natur und Ruhe pur" werden - aber ohne vorige Festlegung. Also so wie Lust, Wetter und Leute werden! ;)

Da Funchal eigentlich nur zur An-und Abreise besucht werden soll, greife ich den Tipp mit der Nordseite gerne auf. "Ein Tal der Hippies" oder ähnliches kennt man ja von Madeira nicht, oder?

23.04.14 08:47
macnetz 

Administrator

Re: 10 Tage Madeira, geht das so mit dem Zelt?

Hallo Carou,

ein "Tal der Hippies" braucht 2 Voraussetzungen:
- warmes Klima
- menschenleere Natur

beides gibt es auf Madeira - aber nie gemeinsam

Grüsse
Anton

20.06.15 04:59
ulrich 

Madeira-Natternkopf

Re: 10 Tage Madeira, geht das so mit dem Zelt?

Hallo Carou,

leider habe ich Deine Fragen erst jetzt zur Kenntnis genommen, sonst hätte ich früher geantwortet. Wir sind zwischen 1985 und 2005 fast fünfzehnmal mit Rucksack und Zelt auf Madeira unterwegs gewesen (dafür gibt es auch eine Reihe von Berichten hier im Forum: "Wandern mit Rucksack und Zelt auf Madeira"). Nach 2005 war es uns auf der Insel zu voll geworden - und wir waren dann auch zu alt für solche Unternehmungen.
Mich würde nun interessieren, was Ihr 2014 bei Eurer Zelttour erlebt habt.
Schreibe doch bitte einmal einen Beitrag dazu - von solchen Erfahrungsberichten können andere Interessierte profitieren.

mfg Ulrich

21.06.15 10:49
Carou

nicht registriert

Re: 10 Tage Madeira, geht das so mit dem Zelt?

Hallo Ulrich & alle Anderen :)

2014 kreuzte eine kurzfristige Einladung nach Utah unsere Madeira-Pläne. Wir sind also in dem Jahr noch etwas weiter (über den Teich) geflogen. :)
Der Madeira Plan steht aber immer noch - aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Jedoch weiß ich noch nicht, wann dafür die Zeit sein wird. Ich werde aber gewiss berichten.

In jedem Falle ist es schön zu lesen, dass die Touren dieser Art (zumindest früher) möglich (gewesen) sind. Dass es auf der Insel voller geworden ist, wird man ja auch spüren, wenn man die Insel vom Hotel aus mit dem Mietwagen erkundet. Der Zustand ist dann wohl nicht änderbar, aber nach allem was ich bis jetzt gelesen und gehört habe, ist eine Reise nach Madeira dennoch lohnenswert. ;)

Gruß

Carou

21.06.15 21:56
mrjasonaut 

Madeira-Strelitzie

Re: 10 Tage Madeira, geht das so mit dem Zelt?

Tach,
nach meiner Erfahrung lohnt es sich nicht aus finanziellen Erwägungen auf das Zelten zum Übernachten zu setzen, es finden sich genügend preislich attraktive Übernachtungsmöglichkeiten in zentraler oder sonstwie optimaler Ausgangslage für den Start. Mitgift: die gewünschte Kontaktmöglichkeit zu Einheimischen, und da diese gewöhnlich bodenständig schon lange am Ort sind, mit besten Auskünften und Hinweisen für den Tag.
Möchtest Du möglichst 'naturnah' schlafen, sieht die Sache anders aus. Das geht natürlich und auch wunderbar. Ich habe Folks bei Poiso und auch im Curral getroffen, die sich wirklich aussergewöhnlich hübsche Schlafstellen gesucht und wohl auch gefunden hatten. Allein, das Wetter wechselt dort mal gut und schnell und gerne, und dann, hoffentlich hält Dein Zelt und der ganze Rest, was es verspricht.
Ansonsten kann ich auch nur bestätigen, diese Insel lockt Dich, und dann lässt Sie Dich Schwer wieder los...
Jasonaut.

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